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Im Wahlpflichtunterricht der Klassen 9 und 10 befasst sich ein Schülerprojekt zurzeit mit dem neuesten Buch „Digitale Demenz“ des Neurowissenschaftlers Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer. Im Unterricht setzen sich die Schüler mit unterschiedlichen Studien auseinander, die sich mit dem Lernen und der Gehirnforschung beschäftigen. Die Schülerinnen und Schüler unterstützen im Rahmen ihres Wahlpflichtunterrichtes den Ganztag der Schule in der Hausaufgabenbetreuung und erfahren im begleitenden Unterricht ein eigenes regelmäßiges Coaching dazu. Ebenfalls beschäftigen sie sich mit Einflüssen rund ums Lernen und machen sich Gedanken zum Thema Erziehung.

Fachlehrer Michael Roters hatte den Schülern in diesem Zusammenhang mehrere Themen zur Auswahl gestellt. Die Schüler entschieden sich, mehr zum Medienkonsum und seinen Auswirkungen wissen zu wollen. Und so beschäftigten sie sich in dieser Unterrichtsreihe mit dem Gehirn, seiner allgemeinen Entwicklung und den vielen Begleiterscheinungen und Folgen eines hohen Medienkonsums.

Dabei wurden viele Faktoren einer positiven Erziehung in Schule und Elternhaus erörtert, wie z.B. die Bedeutsamkeit von Beziehung, Lob und Tadel, Regeln, Atmosphäre und Umgang miteinander.

Ebenso widmeten sie sich dem viel diskutierten hohen Fernsehkonsum von Kindern und Jugendlichen und natürlich auch dem Umgang mit Computern, Baby Robotern und anderen Medien. Zum Teil waren die Schüler verblüfft über die Auswirkungen, die sie in den Studien lasen, vor allem aber, dass ein hoher Fernsehkonsum im Kindesalter das Bildungsniveau offensichtlich langfristig senkt, wie eine Längschnittstudie (3.-26. Lebensjahr) ergeben hatte.

Die Bedeutung des Wortes „Be-greifen“ im Lernprozess erschloss sich ihnen in diesem Diskussionsprozess in der gleichen Weise wie die Bedeutung sozialer Beziehungen für die Entwicklung der sozialen Kompetenz und Selbststeuerung von Kindern und Jugendlichen.