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"Lauf zurück ins Leben - Bericht einer Lebenskrise"

lautete der Titel, unter dem der gebürtige Legdener Hermann Wenning an der Don-Bosco Schule referierte. Der Vorstand des Fördervereins der Schule hatte sich dafür stark gemacht, den 52jährigen einzuladen. Gerne nahmen die Klassenlehrer Schulte und Epping das Angebot für ihre Klassen 8 an, authentisch und präventiv die Thematik Drogen an ihre Schüler herantragen zu können.

Wenning, auf einem Bauernhof nur wenige Kilometer von Gescher entfernt aufgewachsen, berichtete, wie er schon früh mit Alkohol in Kontakt kam. Trank er zunächst nur auf Partys, wurde die legale Droge schnell ein Mittel, um von Problemen abzulenken. Schon nach wenigen Jahren war der begeisterte Sportler alkoholabhängig.

Gebannt hörten die Achtklässler zu, als Wenning von Brüchen in seinem Leben berichtete, die ihn auf immer stärkere, illegale Drogen umsteigen ließen. Durch die Einnahme von Amphetaminen und schließlich Heroin rutschte er immer tiefer in die Drogenszene ab. Er verlor allmählich seine Freunde und schließlich den Arbeitsplatz. Jahrelang lebte er als obdachloser Junkie in Hamburg. Um seine Drogensucht zu finanzieren, beging er mehr als 500 Einbrüche und musste dafür mehrfach ins Gefängnis. Durch die wiederentdeckte Leidenschaft für den Laufsport, schaffte der Drogenabhängige Ende der 90er Jahre schließlich den Entzug und ist seitdem clean.

Seine Lebensgeschichte hat Hermann Wenning  in einem Buch veröffentlicht. Durch Vorträge in Schulen macht er nun junge Menschen auf die Gefahren von Drogen aufmerksam.

Die Schülerinnen und Schüler der Don-Bosco Schule waren nachdenklich, als sie den Klassenraum verließen. In einer anschließenden Reflektion zeigten sie sich betroffen darüber, wie schnell doch das Leben durch Drogen aus den Bahnen geraten kann.