Telefon

0 25 42 - 60 702

Fazit des ersten Langzeitpraktikums der Klasse 10 Typ A der Don-Bosco-Hauptschule

Erfahrungsaustausch zwischen Schülerschaft und Betriebsvertretern

Im I. Halbjahr dieses Schuljahres haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 Typ A der Don-Bosco-Schule zum ersten Mal ein Langzeitpraktikum an 20 Tagen durchgeführt - statt des bisher üblichen dreiwöchigen Blockpraktikums. Nach einer zweitägigen Vorbereitung fand die Startwoche im Praktikumsbetrieb statt, in der die Jugendlichen fünf Tage in ihrem Betrieb arbeiteten. Danach schlossen sich Tagespraktika an. Jeden Mittwoch wechselten die Jungen und Mädchen von der Schulbank in die Arbeitswelt ihres Praktikumsbetriebs.

Nun hieß es, Bilanz zu ziehen. Vertreter der beteiligten Betriebe sowie die Schüler der Klasse 10 Typ A diskutierten die Ziele des Schülerbetriebspraktikums und gingen intensiv der Frage nach, ob sich die Neuorganisation des Schülerbetriebspraktikums für die Klassen 10 Typ A bewährt hat.

Dazu hatten sich ebenfalls die Schüler mit ihrem Klassenlehrer Tüshaus bestens vorbereitet. In Schülergruppen präsentierten sie anhand von Plakaten oder Powerpointpräsentationen ihre Erfahrungen und begründeten detailliert  ihre Meinung, ob das Langzeitpraktikum in den nächsten Jahren Standard in der Berufsorientierung der Hauptschule sein sollte oder nicht. Im anschließenden Austauschgespräch, das von der Berufwahlkoordinatorin Christa Ganten moderiert wurde,  erläuterten die Vertreter des Kindergartens Maria Goretti, der Firmen Twents, Neudecker & Jolitz sowie Haus Hall ihre Einstellungen und Erfahrungen mit dieser Art der Praktikumsdurchführung. Dabei wurde in beiden Gruppen deutlich, dass die Frage sehr unterschiedlich beantwortet wurde. Einig war man sich darüber, dass ein besseres gegenseitiges Kennenlernen in einem ganzen Halbjahr besser möglich ist als in einem dreiwöchigen Blockpraktikum.

Zur Auswertung hatte die Schule zusätzlich eine Fragebogenaktion bei Betrieben und 10A-Schülern durchgeführt. Festzustellen war, dass zunächst einmal alle Beteiligten gut mit den Erfahrungen in der Arbeitswelt zufrieden waren. Bei der Organisationform, ob Tagespraktika dem Blockpraktikum vorzuziehen wären, stieß man hingegen auf geteilte Meinungen.

Die Befürworter unter den Schülern stellen fest, dass sie so einen Beruf über einen längeren Zeitraum intensiv kennen lernen konnten. Die Kritiker hingegen betonen, dass man vor allem in produzierenden Betrieben eine Aufgabe nicht zu Ende führen konnte und Projekte nicht in ihrer gesamten Abwicklung miterlebt hat.

Ähnlich formulieren das auch die Betriebe: Während die eine Gruppe die Möglichkeit begrüßt, dass das Tagespraktikum gut zu planen war mit speziellen Aufgaben für die Jugendlichen, bedauern vor allem Handwerks- und Industrieunternehmen, dass die Schüler nur in der ersten Woche einen Ablauf komplett erleben konnten.

Schulleiter Roters betonte abschließend, dass die Schule die Ergebnisse dieser Auswertungsrunde sehr ernst nähme. Er freute sich über die doch lebhafte Diskussion, die die Positionen noch mal aus den unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet hätte. Das wäre eine gute Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung in der Fach-, Lehrer- wie Schulkonferenz