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Rekordbeteiligung beim Berufsparcours im Schulzentrum am Borkener Damm

15 Betriebe vertreten 23 Berufe – 158 Schüler/innen der achten Klassen nehmen teil

Auch beim siebten Berufsparcours zeigt sich dem Besucher Schule einmal von einer anderen Seite:  Ein Jugendlicher wird im Rollstuhl durch die Aula gefahren, dort wird gebohrt oder hier wird der Blutdruck gemessen, an anderer Stelle werden Formulare ausgefüllt, Schaltungen verdrahtet oder Materialeigenschaften überprüft. In der Aula der Don-Bosco-Schule sieht man viele Arbeitsstationen, an denen 15 Betriebe aus Gescher und Umgebung für die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgänge der Haupt- und Realschule typische Aufgaben zu 23 Ausbildungsberufen aufgebaut haben.

158 Jugendliche haben an diesem Vormittag Gelegenheit diese Berufe durch praktische Tätigkeiten zu erleben, ihre Fähigkeiten zu erproben und ihre Stärken zu erfahren. Die teilnehmenden Betriebe nutzen die Möglichkeit ihre Ausbildungsberufe den Jugendlichen vorzustellen. So können die Schülerinnen und Schüler auch Berufe kennen lernen, denen sie im Alltag weniger begegnen und das Spektrum für die Berufswahl erweitern.

Das Ziel des Parcours, Berufe für  Jugendliche erlebbar und begreifbar zu machen, wird voll erreicht. Einhellig sind die Achtklässler begeistert von diesem Angebot zur vertieften Berufsorientierung.  

Die örtlichen Unternehmen arbeiten oft seit Jahren an den Berufsorientierungsveranstaltungen der beiden Schulen mit. Aber es gibt auch immer wieder neue Interessenten wie die Firma HIMMEL by Neudecker & Jolitz aus Gescher, wo elektronische Aufgaben und Metallbearbeitung auf die Jungen und Mädchen warten. Heitkamp & Hülscher aus Stadtlohn bereichert den Parcours durch eine Station für Kanal- und Straßenbauer.

Wie aus Kunststoffstäben Maxi-Büroklammer entstehen, demonstriert die Firma Rehau aus Velen mit einer Station zum Beruf Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, einen Fingerverband legen die Schüler bei Georg Haar vom Krankenhaus Maria-Hilf in Stadtlohn an. Der Rollstuhl gehört ebenso wie Blutdruck- und Blutzuckermessung zu den Aufgaben, die das Altenwohnheim St. Pankratius stellt, um einen Einblick in den Beruf Altenpfleger/in zu geben. Wie der Nettolohn berechnet wird, erfahren die Jugendlichen bei dem Steuerbüro Trepmann - Gohsen -Brüning. Die AOK hat eine Aufgabe für Sozialversicherungsfachangestellte entwickelt und die Techniker Krankenkasse für Sozialversicherungskaufleute und Kaufleute im Gesundheitswesen. Am Beispiel eines Schadensfalles erproben die Teilnehmer Tätigkeiten von Versicherungskaufleuten bei der Allianz-Agentur Möllers & Nolte und an der Station der Tischlerei Twents stellen die Jugendlichen einen Kartenhalter als Holzfigur her. Die Stadt Gescher ist als Arbeitgeber ebenso vertreten wie die Arbeitsagentur Coesfeld, deren Auszubildende mit den Teilnehmern erarbeiten, wie ein Kunde empfangen wird, der sich arbeitslos melden muss. Das  Unternehmen Huesker Synthetic lässt die Schüler den Bremsbelag an einer Projektilbremse wechseln und stellt die Berufe Produktionsmechaniker/in Textil und technischer Konfektionär vor. Ruthmann GmbH hat drei Arbeitsstationen entwickelt, an denen die Schüler z.B. eine Kurbelpresse zusammen bauen und  eine Wechselschaltung verdrahten.

Natürlich ist auch die Volksbank Gescher eG wieder mit einer Übung dabei. „Die Jugendlichen sind mit viel Eifer bei der Sache und schaffen die Aufgabe auch prima“, sagt Britta Engbers, die den Vormittag in der Schule statt in der Bank verbringt. Bankvorstand Ralf Frankemölle freut sich über die große Resonanz der Betriebe. Seit sieben Jahren unterstützt die Volksbank Gescher eG den Berufsparcours für die Haupt- und Realschule auch finanziell. „Der Berufsparcours mit Aufgaben örtlicher Betriebe erleichtert nicht nur den Jugendlichen die Entscheidung für mögliche Ausbildungsberufe und Schülerbetriebspraktika, sondern gibt auch den Betrieben die Möglichkeit, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, bestimmte Fähigkeiten zu testen und möglicherweise den Wunsch-Azubi oder -Praktikanten zu finden“, beschreibt Karin Ressel vom Technikzentrum Minden - Lübbecke die Aufgabe des von ihr entwickelten Parcours. In der Abschlussbesprechung sind sich alle Beteiligten einig, dass die Mädchen und Jungen engagiert, diszipliniert und mit großem  Interesse bei der Sache waren.