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Berufsparcours 2011

Praxisnahe Berufsorientierung bringt Gewinn fïür regionale Betriebe und Schüler

Beim sechsten Berufsparcours stellen 11 regionale Betriebe 16 Berufe durch firmeneigene Aufgaben im Schulzentrum vor

168 Schuelerinnen und Schueler der achten Klassen der Don-Bosco-Schule und der Staedtischen Realschule sind begeistert vom diesjaehrigen Berufsparcours

"Ich arbeite besonders gerne mit den Schulen in Gescher zusammen, denn die Jungen und Maedchen sind hier hervorragend vorbereitet", sagt Karin Ressel, die den Parcours entwickelt und bereits mit rund 500 000 Jugendlichen durchgefuehrt hat. "Ziel des Parcours ist, Berufe durch Jugendliche erlebbar und begreifbar zu machen." Dass das erreicht worden ist, bekraeftigt auch Nadine, Klasse 8c: "Ich fand es super, denn die Aktion hat mir die Augen geoeffnet, welche Berufe zu mir passen und welche nicht."

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Annemarie freut sich: „Ich konnte viele Berufe erkunden und Informationen sammeln. Ich habe schon ein Angebot für ein Praktikum bekommen als Fachangestellte für Arbeitsförderung bei der Bundsagentur für Arbeit in Coesfeld.“ Josef Krätzig und sein Team der Bundesagentur für Arbeit nehmen zum ersten Mal an einem Berufsparcours teil, der vom Technikzentrum Minden-Lübbecke e.V. organisiert wird. „Diese Art der Berufsvorbereitung durch praktische Angebote ist für uns neu, stellt aber eine gute Chance dar, frühzeitig Jugendliche an weniger bekannte Berufe heranzuführen“, begründet Krätzig das Engagement der Bundesagentur als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb.

Außerdem sind in der Aula der Don-Bosco-Schule mit dabei die Firma Ruthmann zum ersten Mal, die Aufgaben für angehende Industriemechaniker und Mechatroniker vorbereitet hat, Firma Rehau aus Velen mit einer Station zum Beruf Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik, einen Fingerverband legen die Jugendlichen an bei Georg Haar vom Krankenhaus Maria-Hilf in Stadtlohn. Das Altenwohnheim St. Pankratius gibt einen Einblick in den Beruf Altenpfleger/in und lässt Blutdruck messen. Was Steuerfachangestellte machen, zeigt das Steuerbüro Trepmann - Gohsen -Brüning. Die AOK -Filiale Gescher hat eine Aufgabe für Sozialversicherungsfachangestellte entwickelt und die Techniker Krankenkasse für Sozialversicherungskaufleute und Kaufleute im Gesundheitswesen, Tätigkeiten von Versicherungskaufleuten können auch bei der Allianz-Agentur Möllers & Nolte erprobt werden und eine Holzfigur stellen die Jugendlichen an der Station der Tischlerei Twents her. Viele haben an diesem Morgen Auszubildende mitgebracht, die schnell mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen.

Natürlich ist auch die Volksbank Gescher eG mit Übungen dabei Seit sechs Jahren unterstützt die Volksbank Gescher den Berufsparcours für die Haupt- und Realschule organisatorisch und finanziell. „Wir wollen die enge Verbindung der Schulen zu den Betrieben der heimischen Wirtschaft fördern. Seit Jahren pflegen wir eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Berufswahlvorbereitung und unterstützen sowohl den Berufsparcours, Betriebserkundungen als auch das jährlich stattfindende Bewerberforum für die neunten Klassen“, erläutert Ralf Frankemölle das Engagement der Volksbank Gescher eG.

„Dieser Parcours mit 14 Übungsstationen dient als Einstieg in die aktive Berufsorientierung an beiden Schulen. Alle Schülerinnen und Schüler können dabei ihre praktischen Fähigkeiten erproben und einen ersten Kontakt zur Arbeitswelt knüpfen“, erläutert Christa Ganten, Fachbereichsleiterin für Berufsorientierung an der Don-Bosco-Hauptschule. So hat auch Frederick erkannt: „Ich fand es gut, bei der Lösung der Aufgaben im Versicherungsbereich wurde ich besonders gelobt und ich habe jetzt einen persönlichen Kontakt zu dem Betrieb.“ Der direkte Kontakt zu den Jugendlichen steht auch für die beteiligten Unternehmen im Mittelpunkt. „Wir haben so die Möglichkeit unsere Ausbildungsberufe praktisch vorzustellen, denn unter der Berufsbezeichnung können sich die Jugendlichen oft wenig vorstellen“, erklärt Martin Veit von der Firma Rehau mit Aufgaben für Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Ausbildungsleiter Vaalbrock von Ruthmann ergänzt „Man sieht schon, wer Talent hat. So lernen wir interessierte und begabte Jugendliche persönlich kennen, bevor sie sich bei uns bewerben.“

Darin sind sich alle einig: Die Schülerinnen und Schüler sind engagiert, diszipliniert und mit viel Eifer bei der Sache

„Eine typische Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, resümieren die Schulleiter Roters und Wolberg. „Wir freuen uns, dass unsere Schüler auch merken, wie sehr sich die örtlichen Betriebe um sie kümmern.“ Alle Unternehmensvertreter äußern sich ebenfalls sehr zufrieden und kommen gerne nächstes Jahr wieder.